Mando Diao haben ein neues Album, „Infruset“ heißt es. Und es ist auf Schwedisch. Ein neues Album. Auf Schwedisch. SCHWEDISCH!

“On a ranch in the wildness
There’s a song that must be sung
About a blindfolded angel
Who never learned the right from wrong
And though I don’t know enough English
To describe its troubled mind
But for one thing I am certain
Is that it sings for you and I”

Mando Diao war glaube ich immer schon die absolute Lieblingsband meines Herzens. Mein Herz hat sich nämlich immer sofort jedes Album dieser Band gekauft und rauf und runter gehört (nur das Best-Of Album, das vor einiger Zeit herausgekommen ist, hat es sich gespart, es hatte ja schon alle Lieder, die es begehrt.) Persönlich ist mein Herz in jedes einzelne Bandmitglied verliebt, eine Mischung aus allen, ja, das könnte der Traummann sein, denkt es sich manchmal, wenn es sich nachts in den Schlaf schlägt. Das ist aber nicht der einzige Grund dafür, dass mein Herz diese Band in sich geschlossen hat. Die Musik gefällt ihm nämlich auch, vor allem das dritte Album, „Ode to Ochrasy“, über das mein Mund einmal, direkt von meinem Herzen weg, verlautbart hat: „Des Album wead imma mei Lieblingsalbum überhaupt sei.“ Und es ist wirklich immer noch unter meinen favorisierten Alben anzusiedeln. Denn diese Musik hat mich stets begleitet und ist schon seit jeher ein hervorragender Träger für sämtliche Erinnerungen. Weil ich sie so oft und zu so unterschiedlichen Zeiten immer quer verstreut im Zeitraum, den ich mein Leben nenne, gehört habe, ist jedes dieser Lieder dermaßen vollgefüllt mit Lachen, Tränen, Tanzen und Spaziergängen…

Soviel zur Einleitung.

Auf Schwedisch also. Well played, Mando Diao, well played! Denn das wollte ich immer schon mal von euch hören. Diesmal sind es zwar nicht ihre eigenen Texte, sondern vertonte Gedichte des melancholischen schwedischen Poeten Gustaf Fröding, der vor kurzem seinen 100. Todestag hatte. Das passt aber trotzdem. Zusammen mit meist ein bisschen Mando Diao untypischer Musik entsteht ein ganz anderes Ergebnis, als ich es mir erwartet hätte. Es scheint so, als hätten die Worte Frödings die Musik nach ihrem Geschmack geformt, was dann bei Zeiten vielleicht auch ein bisschen kitschig klingen kann. Aber das geht für mich in Ordnung, und das kann ich auch sagen, obwohl ich rein gar nichts von den Texten verstehe, die, wage ich zu behaupten, schon alleine eine Art wunderschöne Musik wären. Ob das jetzt nur von meiner Liebe zur Poesie vermischt mit meiner Faszination von Nordgermanischen Sprachen herrührt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall kann sich ja jeder selbst überzeugen, wenn also jemand Schwedisch kann und die Texte gerne nachlesen möchte, kann er/sie dies hier tun:

Das anfängliche Zitat stammt übrigens aus einem älteren Song von Mando Diao, und zwar aus jenem Album, „Never Seen the Light of Day“, das mich tatsächlich ein kleines Bisschen an das neue erinnert. Das Lied heißt „Misty Mountains“ und geht so:

Und wie der Sänger Gustaf im Trailer zum Album „Infruset“ erklärt, hat die Band, wenn auch nur mit geliehenen Worten, aber doch in ihrer eigenen Sprache, nun eine Möglichkeit gefunden, Musik zu machen, die in ihren Texten Eindrücke einfängt und in sich trägt, die für die schwedischen Muttersprachler im Englischen einfach nicht ausdrückbar waren und wären.

Also, du liebes neues Album meiner Lieblingsband! Auf neue Erinnerungen, neues Lachen, neue Tränen, neues Tanzen, neue Spaziergänge! Diesmal ohne die Möglichkeit zum Mitsingen, was aber auch gut so ist. Da kann man dann mal den Mund halten und einfach zuhören und versinken.

Haaach, Björn! haha

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